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Curriculum & Prüfungsprogramm

KI-Pass – sechsmonatige Qualifizierung mit Vertiefungspraxis

Vom sicheren KI-Einsatz zu einer nachvollziehbaren Anwendung im Beruf: Der KI-Pass verbindet eine gemeinsame Grundlagenphase mit einem gewählten Fachprofil, begleiteter Vertiefungspraxis und einer kompetenzbezogenen Abschlussprüfung. Sie zeigen am Ende nicht nur, welche Themen Sie besucht haben, sondern welche Aufgaben Sie selbstständig bearbeiten können.

ELA-PRG-KIPRevision 1.0 · 31.10.2026
KI-Pass – sechsmonatige Qualifizierung mit Vertiefungspraxis

Zielgruppe und Zugang

Für wen ist das Programm gedacht?

Berufstätige, berufliche Neuorientierende und Teams, die KI praktisch einsetzen oder verantwortlich begleiten möchten. Das Fachprofil wird nach Vorwissen, Zielrolle und einem geeigneten Praxisauftrag gewählt.

Welche Voraussetzungen gelten?

Ein strukturiertes Vorgespräch klärt digitale Grundkenntnisse, Lernziel, verfügbare Lernzeit und die Voraussetzungen für das gewünschte Fachprofil. Unterricht und Prüfung erfolgen auf Deutsch oder Englisch nach Vereinbarung; die gewählte Sprache muss für Aufgabenbearbeitung und Fachgespräch ausreichend beherrscht werden. Ein bestimmter Hochschulabschluss ist nicht vorausgesetzt. Für den Entwicklungstrack sind zusätzliche Programmier- und Datenkenntnisse erforderlich oder vor dem Track über einen vereinbarten Aufbauplan nachzuweisen. Der Praxisweg muss vor Beginn der Vertiefungsphase fachlich freigegeben sein.

Umfang und Lernformat

Regelmodell: etwa sechs Monate beziehungsweise 26 Wochen. Vorgesehen sind fünf Wochen gemeinsame Grundlagen, drei Wochen fachprofilbezogene Vorbereitung, 16 Wochen begleitete Vertiefungspraxis und zwei Wochen Abschlussphase. Kalender, Unterrichtseinheiten, Praxisstunden, Betreuung, Fehlzeitenregelung und Prüfungstermine werden vor der Buchung verbindlich festgelegt. Die 26 Wochen sind ein neu ausgearbeitetes Regelmodell und keine Aussage über den Leistungsumfang des separat angebotenen Basispakets.

5 Wochen

1. Gemeinsame Grundlagen

Gemeinsame Sprache, praktische KI-Nutzung und der vereinbarte Einstieg in KI-Management.

3 Wochen

2. Fachprofil vorbereiten

Fachliche Vertiefung und Freigabe eines realistischen Praxis- und Lernplans.

16 Wochen

3. Vertiefungspraxis

Kontinuierliche Anwendung mit fachlicher Betreuung und dokumentierten Meilensteinen.

2 Wochen

4. Abschlussphase

Portfolio, Reflexion und kompetenzbezogene Abschlussprüfung.

Welche Kompetenzen weisen Sie nach?

  • Einen beruflichen KI-Anwendungsfall mit Ziel, Grenzen und überprüfbaren Erfolgskriterien definieren.
  • KI-Werkzeuge kontrolliert einsetzen und Ergebnisse anhand nachvollziehbarer Maßstäbe prüfen.
  • Datenherkunft, Quellen, Unsicherheit und Freigaben in der eigenen Arbeit dokumentieren.
  • Ein abgegrenztes Vorhaben im gewählten Fachprofil planen, bearbeiten und mit geeigneten Nachweisen abschließen.
  • Risiken, ungeklärte Fragen und Grenzen erkennen und an die verantwortlichen Stellen adressieren.
  • Die eigenen Ergebnisse selbstständig erklären und fachlich vertretbare Verbesserungen ableiten.

Das Curriculum

1. KI-Grundlagen & Compliance

Fähigkeiten und Grenzen heutiger KI-Systeme, sinnvolle Anwendungsfälle, menschliche Verantwortung, Daten- und Quellenkritik sowie Grundfragen zu Datenschutz, Informationssicherheit und organisatorischen Freigaben.

Umfang / Einordnung

Teil der gemeinsamen fünf Wochen Grundlagen

Nachweis und Ergebnis

Begründete Auswahl eines Anwendungsfalls mit dokumentierten Grenzen und offenen Freigabefragen.

2. Operatives Prompt Engineering

Aufgaben präzise beschreiben, Kontext und Daten auswählen, Ausgabeformate definieren, Varianten testen, Ergebnisse überprüfen und wiederverwendbare Arbeitsanweisungen entwickeln.

Umfang / Einordnung

Teil der gemeinsamen fünf Wochen Grundlagen

Nachweis und Ergebnis

Prompt- und Testprotokoll mit nachvollziehbarem Variantenvergleich und Fehleranalyse.

3. Multimodale KI & Datenanalyse

Text-, Bild- und Dokumentenverarbeitung sowie strukturierte Datenarbeit an freigegebenem Material; Interpretation, Nachvollziehbarkeit, Qualitätskriterien und Grenzen automatischer Auswertung.

Umfang / Einordnung

Teil der gemeinsamen fünf Wochen Grundlagen

Nachweis und Ergebnis

Nachvollziehbare Auswertung eines Datensatzes oder Dokumentenpakets mit geprüften Aussagen und Quellen.

4. KI-Management nach ISO/IEC 42001

Einordnung der PECB-Lernwege ISO/IEC 42001 Foundation und Lead Implementer; Anforderungen, Rollen, Risiken, dokumentierte Abläufe und Verbesserung eines KI-Managementsystems. Vorbereitung auf externe PECB-Prüfungen nach dem konkret vereinbarten Leistungsumfang.

Umfang / Einordnung

In die Grundlagenphase eingebundene Lerneinheiten nach verbindlichem Kursplan

Nachweis und Ergebnis

Fallbezogene Zuordnung von Rollen und Managementsystem-Aufgaben; externe PECB-Prüfungen sind davon getrennt.

5. Fachprofil und Praxisauftrag

Vertiefung im gewählten Fachprofil, Ausgangsdiagnose, konkrete Lernziele, Abgrenzung des Praxisprojekts, Akzeptanzkriterien und Vereinbarung mit der fachlichen Betreuung.

Umfang / Einordnung

Drei Wochen fachprofilbezogene Vorbereitung im Regelmodell

Nachweis und Ergebnis

Freigegebener Praxis- und Lernplan mit drei konkreten Projektergebnissen und vier Meilensteinen.

6. Begleitete Vertiefungspraxis

Eigenständige Anwendung im Betrieb oder in einer fachlich freigegebenen Praxisumgebung; dokumentierte Arbeitsschritte, regelmäßige Rückmeldung, Zwischenreviews und reflektierter Umgang mit Fehlern und Änderungen.

Umfang / Einordnung

16 Wochen im Regelmodell; verbindliche Praxisstunden im individuellen Plan

Nachweis und Ergebnis

Wochenjournal, vier Meilensteinreviews und die drei fachprofilspezifischen Projektergebnisse.

7. Abschluss und Kompetenznachweis

Praxisergebnisse aufbereiten, Grenzen und Alternativen reflektieren, eine neue praktische Aufgabe bearbeiten und Entscheidungen im Fachgespräch vertreten.

Umfang / Einordnung

Zwei Wochen Abschlussphase im Regelmodell

Nachweis und Ergebnis

Bewertetes Praxisportfolio, schriftlicher Wissensteil, praktische Aufgabe und Präsentation mit Fachgespräch.

Ihre Spezialisierung im KI-Pass

KI-Anwendungsentwicklung

Für angehende KI-Anwendungsentwicklerinnen und -entwickler sowie Fachkräfte, die belastbare KI-Prototypen und Integrationen bauen möchten. Grundkenntnisse in Programmierung und Datenverarbeitung werden vor Beginn dieses Tracks geprüft; ein vorgeschalteter Aufbauplan ist möglich.

  • Einen Anwendungsfall in überprüfbare technische Anforderungen und eine begründete KI-Architektur übersetzen.
  • Daten und Schnittstellen kontrolliert in einen KI-Prototyp einbinden.
  • Ein Testset aufbauen und Modell- oder Promptvarianten anhand nachvollziehbarer Kriterien vergleichen.
  • Fehler, Sicherheitsgrenzen und Unsicherheit erkennen und durch geeignete technische oder organisatorische Maßnahmen behandeln.
  • Den Entwicklungsstand reproduzierbar dokumentieren und eine begründete Empfehlung zur weiteren Nutzung abgeben.

Das Curriculum

  • Anforderungen und Architektur: Problem, Nutzende, Datenfluss, Schnittstellen, Modellwahl, Freigabegrenzen und technische Akzeptanzkriterien.
  • KI-Funktionen integrieren: API-Nutzung, strukturierte Ein- und Ausgaben, Retrieval-Augmented Generation, Werkzeugaufrufe und Fehlerbehandlung in einem kontrollierten Prototyp.
  • Qualität systematisch prüfen: Testdatensätze, nachvollziehbare Bewertungsregeln, falsche Antworten, Ausreißer, Angriffe auf Eingaben sowie Kosten- und Laufzeitbetrachtung.
  • Überführung vorbereiten: Versionierung, Konfiguration, Protokollierung, Dokumentation, manuelle Rückfallebene und Grenzen einer produktiven Freigabe.

Vertiefungsprojekt

Ein nachvollziehbar getesteter KI-Assistent für einen begrenzten Anwendungsfall, etwa das Auffinden und Zusammenfassen freigegebener Wissensdokumente. Der Prototyp muss Quellen anzeigen, Unsicherheit behandeln und definierte Grenzen einhalten. Eine Produktivsetzung gehört nur bei ausdrücklicher gesonderter Freigabe zum Praxisauftrag.

  • Anforderungs- und Architekturpaket mit Datenfluss, Schnittstellen und Akzeptanzkriterien.
  • Reproduzierbarer Prototyp einschließlich Versionen, Konfiguration, Testfällen und dokumentierten Ergebnissen.
  • Übergabe- und Betriebsentwurf mit Risiken, Nutzungslimits, Monitoring und menschlicher Rückfallebene.

KI-Projektleitung

Für Projektleitungen und Fachverantwortliche, die KI-Vorhaben von der Aufgabenklärung bis zu einer fundierten Entscheidung über Pilotierung und Einführung führen möchten.

  • Einen KI-Projektauftrag mit überprüfbaren Zielen, Grenzen und Nutzenannahmen formulieren.
  • Abhängigkeiten zwischen Daten, Technik, Menschen und Organisation in einen umsetzbaren Plan überführen.
  • Risiken und offene Entscheidungen transparent steuern und an die zuständigen Rollen adressieren.
  • Pilotergebnisse anhand vorher vereinbarter Akzeptanzkriterien beurteilen.
  • Eine nachvollziehbare Empfehlung zu Einführung, Nachbesserung oder Beendigung des Vorhabens vertreten.

Das Curriculum

  • Projektauftrag und Nutzenhypothese: Stakeholder, Problemverständnis, Ausgangswerte, erreichbare Ergebnisse, Abgrenzung und Erfolgskriterien.
  • Lieferfähigkeit und Steuerung: Arbeitsstruktur, Ressourcen, Datenabhängigkeiten, Beschaffung, Budgetannahmen und Entscheidungszeitpunkte.
  • Pilotierung und Akzeptanz: Testkonzept, Nutzerfeedback, betriebliche Auswirkungen, Qualitätskriterien und Umgang mit Zielkonflikten.
  • Einführung und Übergabe: Veränderung, Qualifizierung, Verantwortlichkeiten, Entscheidungsunterlagen und planbare Nachverfolgung des Nutzens.

Vertiefungsprojekt

Planung und begleitete Steuerung eines begrenzten KI-Pilotprojekts, beispielsweise eines internen Wissensassistenten oder einer unterstützten Dokumentenbearbeitung. Bewertet wird eine tragfähige Projektentscheidung, auch wenn das fachlich richtige Ergebnis gegen eine Einführung spricht.

  • Projektauftrag mit messbaren Zielen, Nutzenannahmen, Stakeholdern und abgegrenztem Leistungsumfang.
  • Pilot- und Steuerungspaket mit Ablaufplan, Ressourcenannahmen, Risiken, Entscheidungspunkten und Testkonzept.
  • Entscheidungsvorlage auf Basis der Pilotbefunde einschließlich Einführungs- oder Abbruchbegründung und Übergabeplan.

KI-Management & Prozessgestaltung

Für Prozessverantwortliche, Organisationsentwicklung und Fachkräfte, die KI in bestehende Arbeitsabläufe integrieren und den Betrieb nachvollziehbar gestalten möchten.

  • Einen Arbeitsprozess auf geeignete KI-Unterstützung und notwendige menschliche Entscheidungen untersuchen.
  • Einen Soll-Prozess mit klaren Zuständigkeiten, Schnittstellen und Ausnahmebehandlung entwerfen.
  • Einen kontrollierten Workflow-Prototyp oder eine nachvollziehbare Prozesssimulation durchführen.
  • Die Wirkung anhand geeigneter Prozess- und Qualitätskennzahlen prüfen, ohne Nutzen zu erfinden.
  • Eine verständliche Betriebs- und Verbesserungsregel für den Prozess erstellen.

Das Curriculum

  • Arbeitsabläufe untersuchen: Ist-Prozess, Übergaben, Medienbrüche, Entscheidungsstellen, Datenbedarf und sinnvolle Grenzen der Automatisierung.
  • Soll-Prozesse entwerfen: Aufgabenverteilung zwischen Mensch und KI, Freigaben, Schnittstellen, Zuständigkeiten und Ausnahmebehandlung.
  • Werkzeuge und Umsetzung: Low-Code-/No-Code- oder regelbasierte Workflow-Bausteine, kontrollierte Tests, Dokumentation und Nutzerführung.
  • Betrieb und Verbesserung: Prozesskennzahlen, Rückmeldungen, Störungen, Änderungen, Schulung und systematische Überprüfung der Wirkung.

Vertiefungsprojekt

Neugestaltung eines abgegrenzten Prozesses mit KI-Unterstützung, etwa der strukturierten Vorprüfung eingehender Anfragen. Die Lösung muss manuelle Freigaben, Ausnahmen und eine Rückkehr zum bisherigen Verfahren berücksichtigen.

  • Ist-Analyse und Soll-Prozess mit Aufgaben, Datenflüssen, Zuständigkeiten und definierten Freigaben.
  • Erprobter Workflow oder nachvollziehbare Prozesssimulation mit Testprotokoll und dokumentierten Ausnahmefällen.
  • Betriebs- und Verbesserungsplan mit Kennzahlen, Arbeitsanweisung, Qualifizierung und Rückfallverfahren.

KI-Governance & Compliance

Für Governance-, Compliance-, Datenschutz- und Managementsystem-Fachkräfte, die den Einsatz von KI strukturiert erfassen, bewerten und organisatorisch begleiten möchten. Der Track ersetzt keine juristische Ausbildung oder gesetzlich erforderliche Rollenbestellung.

  • Einen KI-Anwendungsfall so dokumentieren, dass Zweck, Grenzen, Rollen und Datenflüsse nachvollziehbar sind.
  • Anforderungen und Risiken anhand benannter Quellen und des konkreten Nutzungskontexts strukturiert einordnen.
  • Geeignete organisatorische Kontrollen und Nachweise entwerfen und offene Fach- oder Rechtsfragen zuordnen.
  • Die Nachweiskette eines Anwendungsfalls anhand eines dokumentierten Reviews kritisch beurteilen.
  • Verbesserungen, Freigabevorbehalte und verbleibende Unsicherheiten verständlich an die Leitung kommunizieren.

Das Curriculum

  • Inventar und Rollen: KI-Anwendungsfälle erfassen, Zweck und Kontext beschreiben, Zuständigkeiten und Entscheidungswege dokumentieren.
  • Risiken und Anforderungen: Quellen nachvollziehbar auswerten, Auswirkungen und Datenflüsse untersuchen, Informationssicherheit und Datenschutz einbeziehen sowie offene Rechtsfragen fachlich eskalieren.
  • Kontrollen und Nachweise: Richtlinien, Freigaben, Beschaffungsfragen, Aufzeichnungen, Vorfallwege und Überwachungskriterien praxisnah gestalten.
  • Managementsystem und Review: Anforderungen eines KI-Managementsystems einordnen, Nachweisketten prüfen, Abweichungen dokumentieren und Verbesserungen priorisieren.

Vertiefungsprojekt

Entwicklung eines Governance-Pakets für einen konkret abgegrenzten KI-Anwendungsfall, beispielsweise einen internen Assistenzdienst. Der Schwerpunkt liegt auf nachvollziehbaren Rollen, Risikobehandlung, Freigabekriterien und überprüfbaren Nachweisen; eine pauschale Rechtskonformitätsbescheinigung ist kein Projektergebnis.

  • Anwendungsfall- und Rollenakte mit Zweck, Systemgrenzen, Datenflüssen, Verantwortlichkeiten und Quellenstand.
  • Begründete Risiko- und Kontrollmatrix mit offenen Fragen, zuständigen Freigaberollen und erforderlichen Nachweisen.
  • Governance- und Reviewpaket mit Freigabeverfahren, Vorfallweg, Prüfcheckliste und priorisierten Verbesserungen.

So wird aus Praxis ein überprüfbarer Lernfortschritt

Die Vertiefungspraxis kann in einem geeigneten Betrieb, im eigenen beruflichen Umfeld oder in einer von der Academy fachlich freigegebenen Projektumgebung erfolgen. Ein betriebliches Praktikum setzt einen tatsächlichen betrieblichen Einsatz mit geeigneter Betreuung voraus. Eine Simulation oder Academy-Projektumgebung wird ausdrücklich als solche dokumentiert und nicht als Betriebspraktikum bescheinigt.

Ein betrieblicher Praktikumsplatz ist nicht automatisch garantiert. Praxisort, Betreuungsrolle und Rahmenbedingungen werden vor Beginn der Praxisphase schriftlich vereinbart; bei fehlender Stelle wird nur eine fachlich geeignete und ausdrücklich vereinbarte Alternative eingesetzt.

Die Praxisvereinbarung benennt Zielrolle und Fachprofil, konkrete Lernziele, Aufgaben, vereinbarte Praxisstunden, Betreuung, erlaubte Werkzeuge und Daten, Vertraulichkeit, Freigabegrenzen, vier Meilensteine und die einzureichenden Nachweise.

Eine fachlich geeignete Betreuungsperson begleitet die praktische Arbeit. Ihre Eignung und Zuständigkeit müssen dokumentiert sein. Die Academy begleitet die Meilensteinreviews und prüft die Passung zum Lernziel. Praxisbetreuung ist keine automatische Befugnis zur Zertifikatsentscheidung.

Ein wöchentliches Lern- und Arbeitsjournal hält Aufgaben, aufgewendete Zeit, eingesetzte Methoden, Ergebnisse, Rückmeldungen und den nächsten Lernschritt fest. Es enthält keine unnötigen personenbezogenen oder vertraulichen Inhalte. Die Betreuung bestätigt die nachvollziehbare Durchführung; reine Anwesenheit ersetzt keinen Kompetenznachweis.

Bis Ende der vierten Praxiswoche

Meilenstein 1 – Auftrag und Ausgangslage

Abgegrenzter Auftrag, Ausgangsbefund, Lernziele, Daten- und Freigabestatus sowie nachvollziehbarer Arbeitsplan.

Bis Ende der achten Praxiswoche

Meilenstein 2 – Erster belastbarer Arbeitsstand

Erster Prototyp, Prozessentwurf oder Governance-Arbeitsstand; dokumentierte Tests oder Reviews und begründete Anpassungen.

Bis Ende der zwölften Praxiswoche

Meilenstein 3 – Validierung und Verbesserung

Bewertung anhand vereinbarter Kriterien, Rückmeldungen der Beteiligten, erkannte Grenzen und dokumentierte Verbesserungen.

Bis Ende der sechzehnten Praxiswoche

Meilenstein 4 – Übergabe und Reflexion

Drei vollständige fachprofilspezifische Projektergebnisse, Übergabe- beziehungsweise Weiterführungsplan und persönliche Reflexion.

Eingereichte Nachweise müssen die persönliche Leistung erkennbar machen und Datenquellen, fremde Beiträge sowie KI-Unterstützung offenlegen. Vertrauliche Daten werden anonymisiert oder durch einen geeigneten freigegebenen Nachweis ersetzt. Bei Gruppenarbeit werden individuelle Verantwortungs- und Bewertungsanteile vorab festgelegt.

So wird die Leistung geprüft

Gewichtung: 20 %

A. Schriftlicher Wissensteil

Fallbezogene Kurzantworten und begründete Entscheidungen zu KI-Nutzung, Ergebnisprüfung, Daten, Rollen und Grenzen.

45 Minuten beaufsichtigt

  • Fachlich richtige Einordnung und verständliche Begründung.
  • Quellen- und Ergebnisprüfung sowie angemessener Umgang mit Unsicherheit.
  • Kritisch: Wesentliche Daten-, Freigabe- oder Sicherheitsgrenzen des Falls dürfen nicht übergangen werden.

Gewichtung: 25 %

B. Praktische Fachprofilaufgabe

Eine neue abgegrenzte Aufgabe passend zum gewählten Track; Ergebnisse und wesentliche Arbeitsschritte werden dokumentiert. Der Aufgabensatz enthält gleichwertige Varianten und vorab festgelegte Bewertungsmaßstäbe.

60 Minuten beaufsichtigt

  • Aufgabenverständnis und nachvollziehbare Vorgehensweise.
  • Fachliche Qualität und Überprüfung des Ergebnisses.
  • Kritisch: Keine unbelegten Ergebnisbehauptungen oder unzulässige produktive Freigabe; notwendige Einschränkungen müssen benannt werden.

Gewichtung: 35 %

C. Praxisportfolio

Die drei fachprofilspezifischen Projektergebnisse, vier Meilensteinprotokolle, das Wochenjournal und ein zusammenfassender Reflexionsbericht. Ein betrieblicher Nutzen muss nachvollziehbar belegt oder ausdrücklich als Annahme beziehungsweise Szenario gekennzeichnet sein.

Abgabe in der vereinbarten Abschlussphase; der verbindliche Termin wird vor Beginn der Praxisphase festgelegt.

  • Zielklarheit und Eignung des Praxisauftrags (15 % der Teilbewertung).
  • Fachliche Durchführung und Qualität der drei Projektergebnisse (35 %).
  • Nachvollziehbare Tests, Reviews und Verbesserungen (25 %).
  • Reflexion, Übergabe und Übertragbarkeit (25 %).
  • Kritisch: Datenherkunft, persönliche Leistung und wesentliche Grenzen müssen erkennbar sein; Praxisstunden oder Ergebnisse dürfen nicht erfunden werden.

Gewichtung: 20 %

D. Präsentation und Fachgespräch

Acht Minuten Darstellung der wesentlichen Ergebnisse und zwölf Minuten fachliche Rückfragen einschließlich einer veränderten Fallsituation.

20 Minuten

  • Klare, zielgruppengerechte Darstellung.
  • Begründung der eigenen Entscheidungen und Reflexion von Alternativen.
  • Kritisch: Zentrale Arbeitsschritte müssen eigenständig erklärt und auf eine leicht veränderte Aufgabe übertragen werden können.

Bestehensregeln

Bestanden bei mindestens 70 % im gewichteten Gesamtergebnis und mindestens 60 % in jedem verpflichtenden Prüfungsteil. Für rubrikbasierte Leistungen gilt die Skala 0–4: 0 = fehlt oder fachlich unbrauchbar; 1 = erhebliche Fehler, ohne tragfähige Begründung; 2 = im Wesentlichen fachlich richtig, mit begrenzten Lücken; 3 = fachlich richtig, nachvollziehbar und anwendungsbezogen; 4 = zusätzlich kritisch reflektiert, mit begründeten Alternativen und Grenzen. Die ausdrücklich als kritisch bezeichneten Kriterien müssen jeweils mindestens 2 von 4 Punkten erreichen. Die Bestehensgrenzen sind Festlegungen des Academy-Programms; sie werden nicht von ISO/IEC 17024 vorgegeben.

Hilfsmittel und KI

Wissensteil: nur ausdrücklich zugelassene Referenzen; keine generative KI und keine Kommunikation mit Dritten. Praktische Aufgabe: die vorab benannten KI- und Fachwerkzeuge dürfen genutzt werden, wenn dies dem Prüfungsziel entspricht; Nutzung und wesentliche Eingaben werden dokumentiert, die Ergebnisse müssen eigenständig geprüft werden. Portfolio: dokumentierte KI-Unterstützung und Fachquellen sind zulässig; die persönliche Leistung und Verantwortung müssen erkennbar bleiben. Fachgespräch: eigener Bericht und vereinbarte Präsentation, keine verdeckte Unterstützung.

Identität und Eigenständigkeit

Vor jedem beaufsichtigten Prüfungsteil erfolgt eine Identitätsprüfung. Die Abgabe enthält eine Eigenständigkeitserklärung, ein Quellen- und Hilfsmittelverzeichnis sowie die Kennzeichnung fremder Beiträge. Im Fachgespräch wird die persönliche Beherrschung der eingereichten Arbeit überprüft. Personen- und Unternehmensdaten sind zu anonymisieren oder nur mit nachgewiesener Freigabe einzureichen.

Für Wiederholungen, Nachteilsausgleich, Einsprüche, Vertraulichkeit und Zertifikatsfreigabe gelten ergänzend die gemeinsamen Prüfungsregeln.

Prüfungs- und Zertifikatsregeln

Was Ihr Zertifikat nachweist

KI-Pass – Academy-Zertifikat mit Fachprofil und Prüfung

Geltungsbereich
Bescheinigt den erfolgreichen Nachweis der gemeinsamen und fachprofilspezifischen Kompetenzen. Ausgewiesen werden das gewählte Fachprofil, der tatsächlich absolvierte Unterrichts- und Praxisumfang, die Art der Praxisumgebung, Prüfungsdatum, Programm ELA-PRG-KIP und Revisionsstand. Ein projektbasierter Praxisweg wird nicht als betriebliches Praktikum ausgegeben.
Einordnung des Abschlusses
Academy-eigener Abschluss mit Prüfung. Kein staatlicher Berufsabschluss, kein IHK-Abschluss und keine akkreditierte Personenzertifizierung. Die Orientierung an ausgewählten Grundsätzen der ISO/IEC 17024:2026 ist kein Nachweis vollständiger Normkonformität. Externe PECB-Zertifikate sind eigenständige Nachweise und setzen die jeweiligen Prüfungs- und Zertifizierungsanforderungen von PECB voraus.
Prüfungsdatum und Aktualität
Nach der Academy-Regel gilt dieses Zertifikat höchstens drei Jahre ab Ausstellung. Es wird erst ausgestellt, wenn sämtliche Programm- und Prüfungsanforderungen erfüllt und die Zertifikatsentscheidung dokumentiert sind. Die Frist beginnt nicht mit der Anmeldung oder dem Kursstart. Die konkrete Laufzeit und das Ablaufdatum werden im Zertifikat angegeben; eine kürzere Laufzeit gilt nur, wenn sie im jeweiligen Kurs- oder Prüfungsprogramm ausdrücklich ausgewiesen ist. Es gibt keine automatische Verlängerung. Eine Erneuerung setzt die dokumentierte Prüfung aktuellen Wissens und der zum Programm passenden Anwendungspraxis voraus, anhand aktueller Nachweise und/oder einer geeigneten Aktualisierungs- oder Kompetenzprüfung. Dafür ist nicht pauschal der erneute Kauf des vollständigen Kurses erforderlich. Auch ein erneuertes Academy-Zertifikat gilt höchstens drei Jahre ab seiner Ausstellung. Teilnahme und bestandene Prüfung bleiben als datierte historische Tatsachen nachweisbar; daraus folgt keine unbefristete Gültigkeit als aktueller Kompetenznachweis. Diese Regel betrifft ausschließlich den Academy-eigenen Abschluss; für externe Zertifikate gelten die Bedingungen des jeweiligen Ausstellers.

Dieses Programm gilt für Durchführungen, deren vereinbarter Kurs- und Prüfungsplan ausdrücklich auf diese Revision verweist. Bereits gebuchte Leistungen behalten ihre vereinbarten Bedingungen.

Academy-Abschluss und externe PECB-Nachweise klar getrennt

Die Grundlagenphase bindet die PECB-Lernwege ISO/IEC 42001 Foundation und Lead Implementer mit dem vor der Buchung vereinbarten Unterrichts- und Vorbereitungsumfang ein. Unterricht, Prüfungsvorbereitung, externe Prüfung und Zertifizierung sind unterschiedliche Leistungen. Ob PECB-Prüfungsgebühren im konkret gebuchten Paket enthalten sind, steht im jeweiligen Angebot. Das Bestehen des Academy-KI-Passes ersetzt keine PECB-Prüfung; der Besuch einer Vorbereitung führt nicht automatisch zu einer PECB-Zertifizierung.

Aktuelles KI-Basispaket ansehen

Das sechsmonatige Regelmodell wird mit Fachprofil, Praxisweg, Stundenumfang und vollständigem Preis individuell angeboten. Der Preis und Leistungsumfang der verlinkten Basispaket-Seite gelten nicht automatisch für diese Gesamtqualifizierung. Klären Sie vor der Buchung insbesondere Praxisort, Betreuung, externe Prüfungen und gegebenenfalls eine Förderung.

Fragen zum Programm

Ist das derselbe Kurs wie das aktuelle KI-Basispaket?

Nein. Das hier beschriebene Regelmodell umfasst zusätzlich eine Fachprofilphase, 16 Wochen begleitete Vertiefungspraxis und eine Abschlussphase. Das vorhandene Basispaket wird separat angeboten; eine Einbindung oder Anrechnung wird vor der Buchung ausdrücklich vereinbart.

Welches Fachprofil passt zu mir?

Anwendungsentwicklung richtet sich auf technische Prototypen und Integrationen; Projektleitung auf Planung und Steuerung; Management und Prozessgestaltung auf Arbeitsabläufe; Governance und Compliance auf Rollen, Risiken, Freigaben und Nachweise. Das Vorgespräch prüft Ziel, Vorwissen und einen geeigneten Praxisauftrag.

Garantiert die Academy einen Praktikumsplatz?

Nein. Ein betrieblicher Platz ist nicht automatisch zugesichert. Möglich sind ein geeigneter Betrieb, das eigene berufliche Umfeld oder eine ausdrücklich vereinbarte fachlich freigegebene Projektumgebung. Die Art der tatsächlich absolvierten Praxis wird im Abschlussnachweis genannt.

Sind 16 Wochen Projektarbeit nur Selbstlernen?

Die Vertiefungspraxis ist eigenständige Anwendung mit fachlicher Betreuung, Wochenjournal und vier dokumentierten Reviews. Sie ist keine asynchrone Unterrichtseinheit. Unterricht und vereinbarte Lehrveranstaltungen finden live statt; Praxisarbeit und Unterrichtsumfang werden getrennt ausgewiesen.

Kann ich mein eigenes Unternehmen oder ein laufendes Projekt nutzen?

Ja, wenn Aufgabe, Betreuung, Lernziele, Datenfreigaben und Nachweise fachlich geeignet sind und vor Beginn vereinbart werden. Reine Routinetätigkeit oder eine nachträglich behauptete Teilnahme ohne überprüfbare Leistung reichen nicht aus.

Erhalte ich automatisch die PECB-Zertifikate?

Nein. Externe Prüfungen und Zertifizierungsanforderungen bleiben eigenständig. Ob die Prüfungen Bestandteil Ihres gebuchten Pakets sind, steht im Angebot. Der Academy-Abschluss und ein gegebenenfalls erworbener PECB-Nachweis werden getrennt ausgewiesen.

Ist der KI-Pass ein IHK- oder staatlicher Berufsabschluss?

Nein. Es handelt sich um einen Academy-eigenen Kompetenznachweis mit dokumentierter Prüfung und Fachprofil. Eine IHK-Anerkennung, staatliche Gleichwertigkeit oder Akkreditierung wird damit nicht behauptet.

Kann ich bereits absolvierte Grundlagen anrechnen lassen?

Eine dokumentierte Gleichwertigkeitsprüfung ist möglich. Entscheidend sind Inhalte, Umfang, Aktualität und überprüfbare Kompetenzen. Anrechnung, verbleibende Lernleistungen und Prüfungsumfang werden vor der Buchung schriftlich festgelegt; eine automatische Verkürzung gibt es nicht.

Beratung & Terminplanung

Solo-selbstständig? Klären Sie eine mögliche KOMPASS-Förderung mit einer offiziellen Anlaufstelle vor der Buchung. Für die Auswahl des passenden Programms können Sie ein Beratungsgespräch mit uns vereinbaren.

Academy-eigener Kompetenznachweis mit Prüfung. Das Prüfungsprogramm orientiert sich an ausgewählten Grundsätzen der ISO/IEC 17024:2026. Eine Akkreditierung oder vollständig nachgewiesene Normkonformität wird damit nicht behauptet.